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CFDs sind Finanzprodukte mit Hebelwirkung. Der Handel mit CFDs kann nicht für jeden Anleger geeignet sein und kann zu Verlusten führen, die Ihre Einlagen übersteigen. Beachten Sie daher bitte unsere Risikohinweise und vergewissern Sie sich, dass Sie alle damit verbundenen Risiken vollständig verstanden haben. CFDs sind Finanzprodukte mit Hebelwirkung. Der Handel mit CFDs kann nicht für jeden Anleger geeignet sein und kann zu Verlusten führen, die Ihre Einlagen übersteigen. Beachten Sie daher bitte unsere Risikohinweise und vergewissern Sie sich, dass Sie alle damit verbundenen Risiken vollständig verstanden haben.

Was ist ein IPO und wie funktioniert es?

Für die meisten Trader und Investoren ist ein IPO (Initial Public Offering, zu Deutsch: Börsengang, Börsendebüt) die erste Möglichkeit, Exposure auf Aktien eines Unternehmens zu erhalten. Erfahren Sie mehr über den IPO-Prozess und wie Sie eine Börsennotierung mit IG Bank handeln können.

Per Telefon +41 (0) 58 810 77 40 erreichen Sie uns montags bis freitags von 09:00–18:00 Uhr.

Was ist ein Börsendebüt (IPO)?

Ein Börsendebüt bedeutet den Erstverkauf von Aktien, die von einem Unternehmen emittiert wurden. Mit anderen Worten: Es findet statt, wenn ein Unternehmen beschliesst, seine Aktien an die Öffentlichkeit zu verkaufen. Das Unternehmen entscheidet, wie viele Aktien es zum Verkauf stellen möchte und eine Investmentbank schlägt den Startkurs der Aktie vor – basierend auf der erwarteten Nachfrage.

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Warum wollen Unternehmen an der Börsen notiert werden?

Je nach den jeweiligen Umständen können die Gründe hierfür unterschiedlich sein. Die meisten Unternehmen wollen Kapital aufbringen, um eine Expansion zu finanzieren, Schulden zu reduzieren, hochqualifizierte Mitarbeiter anzuziehen und zu binden oder Einnahmen zu erzielen. Eine Börsennotierung ermöglicht es Unternehmen zudem, öffentlich stärker präsent zu sein und das eigene Profil zu verbessern.

Alternativen zu IPOs

Ein IPO ist nicht der einzige Weg für Unternehmen, Zugang zu den öffentlichen Märten zu erlangen. Andere Möglichkeiten sind: Direkte Notierung, Reverse Takeover und die Niederländische Auktion.

  • Direkte Notierung
  • Reverse Takeover
  • Niederländische Auktion

Direkte Notierung

Eine direkte Notierung ermöglicht es einem Unternehmen, an einer Börse ohne einen Underwriter notiert zu werden. Sie findet statt, wenn ein Unternehmen beschliesst, keine neuen Aktien zu emittieren, sondern Gesellschaftern die Möglichkeit zu bieten, Ihre Aktien an die Öffentlichkeit zu verkaufen. Direkte Notierungen können viel schneller als IPOs zustande kommen, kosten bedeutend weniger und verwässern die bestehenden Anteile der Gesellschafter nicht. Ein Beispiel eines Unternehmens, das eine direkte Notierung durchführte, ist Spotify.

Reverse Takeover

Ein Reverse Takeover findet statt, wenn ein Privatunternehmen ein öffentliches Unternehmen übernimmt. Mit anderen Worten: Die Unternehmen führen ihre Aktien zusammen und bieten sie öffentlich an. Im Vergleich zu einem gewöhnlichen IPO ist das eine kosteneffizientere und zeitsparende Möglichkeit, Aktien an der Börse notieren zu lassen. Ein Beispiel für ein Unternehmen, das sich für ein Reverse Takeover entschieden hat, ist Virgin Galactic.

Niederländische Auktion

In einer niederländischen Auktion wird der IPO-Preis durch die Gebotannahme für die Anzahl an Aktien, die Anleger kaufen möchten, zum Preis, den Sie zahlen wollen, festgelegt. Nach der Auktion legen die Underwriter den Höchstpreis fest, zu dem die Aktie notiert werden kann. Google (Alphabet) ist beispielsweise ein Unternehmen, das über eine niederländische Auktion an die Börse gegangen ist.

Wie funktioniert der IPO-Prozess?

Der IPO-Prozess beginnt mit der Entscheidung eines Unternehmens, seine Aktien über eine Börse an die Öffentlichkeit zu verkaufen. Zunächst muss ein Audit durchgeführt werden – unter Berücksichtigung aller Aspekte der Finanzlage eines Unternehmens.

Ist alles in Ordnung, muss das Unternehmen eine Registrierungserklärung erstellen, um sie bei der jeweiligen Börsenaufsicht einzureichen, wie etwa bei der SEC (United States Securities and Exchange Commission). Die Börse überprüft den Antrag, woraufhin er entweder angenommen – manchmal unter Vorbehalt bestimmter Änderungen – oder abgelehnt wird. Bei Annahme des Antrags wird das Unternehmen eine bestimmte Anzahl an Aktien notieren lassen, die über die gewählte Aktienbörse zum Verkauf gestellt werden.

Wer legt den IPO-Preis fest?

Investmentbanken legen den IPO-Preis fest. Das Unternehmen entscheidet, wie viele Aktien es zum Verkauf an die Öffentlichkeit stellen möchten. Im Anschluss führt die nominierte Investmentbank die Bewertung des Unternehmens durch. Abschliessend wird der Startkurs der Aktie bekannt gegeben. Sobald die Börsennotierung erfolgt, kann die Öffentlichkeit mit dem Aktienhandel beginnen.

Vor- und Nachteile von IPOs

Vorteile eines IPO

Ein erfolgreiches IPO ermöglicht es Unternehmen, grosse Mengen an Kapital aufzubringen. Ein Börsengang kann dazu beitragen, das Exposure zu erhöhen und das Ansehen des jeweiligen Unternehmens zu verbessern. Infolgedessen können der Umsatz und die Gewinne des Unternehmens steigen. IPOs sind auch für Trader von Vorteil, da börsengehandelte Aktien einfacher als nur privatgehandelte Aktien zu erwerben sind.

Nachteile eines IPO

Börsennotierte Unternehmen unterliegen den Vorschriften und Bestimmungen der zuständigen Finanzaufsichtsbehörde. Unternehmen sind unter anderem zur finanziellen Offenlegung – die Informationen über Rechnungsführung, Steuern und Gewinne umfasst – verpflichtet. IPOs hängen auch mit erheblichen Kosten zusammen. Wenn die Performance einer Aktie schlecht ausfällt, kann das Unternehmen dazu gezwungen sein, zusätzliche Mittel aufbringen zu müssen.

Wie können Sie ein IPO traden?

Vor der Börsennotierung

Einige IPOs stossen in der Öffentlichkeit auf grosses Interesse, noch bevor sie stattfinden. In diesem Fall kann sich IG Bank dazu entscheiden, einen „Graumarkt“ anzubieten. Auf diesem Wege können Sie auf den Aktienkurs des jeweiligen Unternehmens noch vor dem IPO spekulieren.

Der Graumarktpreis bei IG Bank basiert auf der Prognose für die Marktkapitalisierung des Unternehmens am Ende des ersten Handelstages. Um den Graumarkt zu traden, müssen Sie ein CFD-Handelskonto eröffnen. Im Anschluss bieten sich dann folgende Möglichkeiten:

  • Kaufen Sie (positionieren Sie sich long), wenn Sie der Meinung sind, dass die Marktkapitalisierung höher als der Graumarktpreis ausfallen wird.
  • Verkaufen Sie (positionieren Sie sich short), wenn Sie der Ansicht sind, dass die Marktkapitalisierung unter dem Graumarktpreis liegen wird.

Nach der Notierung

Nach dem Börsengang können Sie die Aktien traden oder im Sinne des klassischen Aktienhandels in sie investieren. Eröffnen Sie ein IG-Konto, um sich mit unseren CFDs long oder short auf die Aktienkurse zu positionieren.

Beachten Sie, dass Sie beim Aktien-Trading sowohl von steigenden als auch fallenden Aktienkursen profitieren können.

IPO-Performance im Laufe der Zeit

  • 2014
  • 2015
  • 2016
  • 2017
  • 2018
  • 2019
IPO-Performance 2014
IPO-Performance 2015
IPO-Performance 2016
IPO-Performance 2017
IPO-Performance 2018
IPO-Performance 2019

FAQ

Wie viel Zeit nimmt der IPO-Prozess in Anspruch?

Die Dauer eines IPO-Prozesses kann variieren, je nachdem, wie gut er verwaltet und koordiniert wird. Der erste Schritt ist eine Finanzprüfung des Unternehmens, die der längste Teil des Prozesses sein kann – insbesondere, wenn die Bücher des Unternehmens nicht ordentlich geführt werden.

Das Unternehmen muss eine Registrierungserklärung erstellen, um sie vor dem IPO einzureichen. Im nächsten Schritt überprüft die Börse den Antrag. Bestehen diesbezüglich keine Bedenken, kann die Überprüfung relativ schnell erfolgen. Ein gut verwaltetes IPO kann bis zu 12 Monaten Zeit in Anspruch nehmen, es könnte allerdings auch länger dauern.

Wie finde ich neue IPO-Aktien?

Um neue IPO-Aktien zu finden, können Sie unseren IPO-Newsletter abonnieren. So erhalten Sie Updates zu den bevorstehenden IPOs und bei Änderungen zu den erwarteten Notierungen.

Wie viel kostet ein IPO?

Alle Unternehmen, die an die Börse gehen möchten, müssen die IPO-Kosten selbst tragen. Diese Kosten werden nicht von individuellen Tradern oder Investoren getragen, bevor Sie ins Trading einsteigen.

Die IPO-Kosten eines Unternehmens hängen von den Registrierungsanforderungen der jeweiligen Börse ab, an der das Unternehmen notiert werden soll. Darüber hinaus sind in der Regel die Gebühren des Underwriters, Börseneinführungskosten sowie Rechts- und Buchhaltungsgebühren fällig. Für grössere Unternehmen könnte die Vorbereitung des Börsenganges mit höheren Kosten verbunden sein.

Wie wird ein IPO-Preis berechnet?

IPO-Preise werden von einer Investmentbank berechnet. Zunächst beschliesst ein Unternehmen, wie viele seiner Aktien es verkaufen möchte. Die nominierte Investmentbank führt anschliessend eine gründliche Bewertung des Unternehmens durch. Abschliessend wird der Startkurs der Aktie bekannt gegeben. Sobald die Börsennotierung erfolgt, kann die Öffentlichkeit mit dem Aktienhandel beginnen.

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1 EY – Global IPO trends, 2014 – 2019
2 Renaissance Capital, 2019
3 Inc., 2014
4 Fortune, 2014
5 CNBC, 2014
6 Inc., 2015
7 CNBC, 2015
8 The Motley Fool, 2016
9 Inc., 2016
10 The Wall Street Journal, 2016
11 IPO Candy, 2017
12 StashLearn, 2017
13 CNBC, 2017
14 CNBC, 2017
15 USA Today, 2018
16 IG, 2017
17 Traders Community, 2019
18 CNBC, 2019
19 Forbes, 2019
20 Yahoo Finance, 2019